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Die politische Anerkennung der neuen Nation

Mit der außenpolitischen Anerkennung und der militärischen Unterstützung Frankreichs hatten die Kolonisten ihr wichtigstes Ziel im Kampf gegen die Engländer erreicht. Nun bestand die Möglichkeit die militärische Vorherrschaft der Engländer in Nordamerika zu brechen bzw. den bewaffneten Widerstand soweit aufrecht zu erhalten bis entsprechender Nachschub von Kriegsmaterial und Soldaten/Milizen herbeigeschafft werden konnte. Die Engländer hingegen waren nun gezwungen den Aufstand möglichst schnell niederzuschlagen. Ihr größtes Problem war allerdings, dass es weder ein politisches Zentrum in Nordamerika zu erobern und zu besetzen gab - die Hauptstadt Washington existierte noch nicht - und die konventionelle Kriegsführung der damaligen Zeit in den amerikanischen Kolonien nicht zur Geltung kommen konnte, da die Guerillataktik der Kolonisten dies nicht ermöglichte. Zudem war es für die Kolonien von Vorteil, dass beim englischen Militär bereits in den Anfangsjahren des Unabhängigkeitskrieges eine gewisse Uneinigkeit in der Kriegsführung hervortrat. Besonders die Niederlagen der Engländer bei Saratoga (1777) und Yorktown (1781) machten deutlich, dass das englische Militär seine Überlegenheit nicht zu nutzen wusste und durch einige wenige "Nadelstiche" seine militärische Dominanz allmählich verlor.

Als schließlich 1781 der Unanhängigkeitskrieg immer größere internationale Dimensionen erreichte - den Vereinigten Staaten war es gelungen, dass sich Spanien und die Niederlage dem Seekrieg gegen die britische Krone anschlossen - waren die Engländer nicht mehr in der Lage ihr riesiges Kolonialgebiet in Nordamerika zu kontrollieren, weil es an ausreichend Nachschub fehlte. Wenn auch nicht militärisch geschlagen, sah sich die Regierung in London nun gezwungen die Forderungen der Vereinigten Staaten zu akzeptieren.